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Hausmittel gegen Fieber

Wenn die Temperatur steigt und der Körper beginnt, sich gegen Infektionen zur Wehr zu setzen (oft mit Schüttelfrost), ist die häufigste Begleiterscheinung das Fieber. In solch einem Fall muss Ihr Weg nicht immer sofort zum Arzt führen, denn Hausmittel gegen Fieber sind eine ernst zu nehmende Behandlungs-Alternative, die schonend und auf natürlichem Weg Ihr Fieber oftmals senken kann. Welche Methoden und Mittel helfen können, soll für Sie im Anschluss näher erläutert werden.

Flüssigkeitszufuhr für den Körper

Generell sollten Sie im Fall eines Fieberschubes immer ausreichend trinken. Da Ihr Körper schon in gesundem Zustand mit mindestens 2 Litern am Tag versorgt werden sollte, empfehlen sich mindestens 3 Liter Flüssigkeit, bevorzugt Tee und Wasser. Im Speziellen helfen Getränke, die besonders schweißtreibend wirken, noch besser als pures Wasser. Da Sie die Kräuter und andere Bestandteile aber sehr wahrscheinlich nicht zu Hause vorrätig haben, sollten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund bitten, diese in der Apotheke zu besorgen. Kräutertees lassen sich in den unterschiedlichsten Varianten herstellen – eine dieser ist der als Hausmittel gegen Fieber sehr wirksame Fliederblütentee. Es reichen bereits 50 Gramm, auf die 1 Liter kochendes Wasser gegossen wird. Nach 5-minütigem Kochen schließt sich das Abseihen an. Nehmen Sie den Fliederblütentee mehrmals am Tag zu sich, um eine konstante Wirkung erreichen zu können.

Schwarzer Holundertee hat dieselbe positive Wirkung und wird auf dieselbe Weise zubereitet. Kein Tee, aber dennoch sehr effektiv, ist frischer Himbeersaft, der unter anderem durch seine zahlreichen Vitamine das Immunsystem anregt und seine schweißtreibenden Eigenschaften zu Tage treten lässt. Ein ähnlich wie der Tee zubereitetes Petersiliengetränk kann ebenfalls helfen – mit ein wenig Pfeffer verstärken Sie die Wirkung und vielleicht schmeckt es Ihnen sogar besser.

Wärme- und Kühleffekte sinnvoll einsetzen

Eines der populärsten und wirksamsten Hausmittel gegen Fieber sind Wadenwickel. Dabei werden Handtücher mit kaltem Wasser getränkt, ein wenig ausgewrungen und anschließend nicht zu locker um die Waden des unter Fieber Leidenden gewickelt. Alternativ können Sie dem Wasser auch Essig hinzugeben, am besten in der Relation 5:1. Dies muss dann aber regelmäßig wiederholt werden. Alternativ können Sie Ihre Socken auch mit Essig vollsaugen lassen und nach kurzem Ausdrücken anziehen. Alle Methoden helfen, Ihr Fieber zu senken. Eher wärmend, aber auf den ersten Blick eventuell ungewöhnlich anmutend, ist Alkohol. Mit diesem mindestens 40%-prozentigen Alkohol werden die Beine locker abgewischt, aber nicht eingerieben. Kinder nicht, aber Erwachsene können im Anschluss einen Schluck zu sich nehmen und danach im Bett zur Ruhe kommen. Ganz wichtig ist konstante Wärme und das Vermeiden kühler Luftzüge.

Auch Gemüse und Obst kann als Hausmittel gegen Fieber eingesetzt werden

Zitrusfrüchte gegen FieberZitronen haben Sie sicherlich immer zu Hause. Schneiden Sie diese in Scheiben und platzieren Sie sie auf Ihre Schläfen. In Scheibchen geschnittener Rettich kann ebenso gegen Fieber helfen, indem Sie ihn auf eine Kordel fädeln und um Ihren Hals befestigen. Tragen Sie ihn die ganze Nacht, kann eine Verbesserung Ihres Zustandes die Folge sein. Generell lässt sich festhalten, dass leicht bekömmliche Lebensmittel wie Gemüse und Obst bei Fieber helfen und als Speise bevorzugt werden sollten. Im Kombination mit den genannten Hausmitteln unterstützen Sie Ihren Körper bestmöglich auf natürlichem Weg.

Kalte Wadenwickel

Kalte WadenwickelAuf natürliche Weise kann man mit kalte Wadenwickel, nassen Söckchen oder auch mit Oberkörper-Serienwaschungen das Fieber senken. Man muss darauf achten, dass kalte Anwendungen nur bei guter Durchwärmung des Patienten angezeigt sind. Wenn der Patient fröstelt, sind kalte Anwendungen verboten. Auch nachher darf kein Frösteln aufkommen.

Kalte Wadenwickel mit dünnem Handtuch

Man verwendet ein dünnes Baumwollhandtuch. Die Hälfte wird in kaltes Wasser getaucht, nur ganz wenig ausgewrungen und schnell im Zug-Gegenzug-Verfahren um die Wade gewickelt und die trockene Hälfte des Handtuchs darüber geschlagen. Keine Plastikfolie verwenden – zum Schutz gegen die Nässe kann man ein weiteres Handtuch über die Waden schlagen. Der Wickel bleibt, bei er warm wird und kann dann erneuert werden.

Nasse Söckchen

Man tränkt Baumwollsöckchen mit kaltem Wasser und zieht Wollsocken darüber – ist einfacher und schneller in der Anwendung als ein Wadenwickel und bei Kindern eher machbar.

Schweißtreibende Maßnahmen

Wickel bei FieberDie Oberkörper-Serien-Waschung führ sanft zum Schweißausbruch (Schweißtreibende Maßnahmen gegen Fieber) und ist kreislaufschonender als der schweißtreibende Wadenwickel und daher bei empfindlicheren, untrainierten Patienten günstiger. Der Patient entkleidet den Oberkörper und wird im Bett sitzend, beginnend an der rechten Hand in raschen Zügen kühl abgewaschen. Danach nicht abtrocknen, sofort zudecken. Nach etwa 20 Minuten kann man die Waschung wiederholen – so lange, bis der Schweißausbruch eintritt und/oder die erwünschte Fiebersenkung erreicht ist.

Der schweißtreibende Kurzwickel

Der schweißtreibende Kurzwickel ist eine sehr wirkungsvolle Maßnahme, er ist allerdings relativ belastend und daher für älter Menschen und schwache Patienten nicht geeignet. Im Zweifelsfall muss immer der Arzt seine Zustimmung geben. Er reicht von der Mitte der Oberschenkel bis Achselhöhle. Er wird kalt angelegt und bleibt bis zum Schweißausbruch etwa 1,5 Stunden liegen. Der Wickel wird im Bett vorbereitet, der nicht fröstelnde Patient legt sich darauf. Dann wird das mit kaltem Wasser getränkte, gut ausgepresste Wickeltuch schnell unter Rücken und Gesäß durchgezogen und im Zug-Gegenzug-Verfahren der Reihe nach gewickelt: nasses Tuch, Zwischentuch, Wolldecke.

Achtung: Nach Beendigung von kühlen Kneippanwendungen kann die Temperatur noch weiter fallen, daher bei 38 Grad aufhören!

Dann wir der Patient gut im Bett eingepackt, auch der Kopf mit einem Handtuch, nur das Gesicht bleibt frei. Um den Schweißausbruch zu unterstützen, kann man vor dem Anlegen des Wickels eine Tasse Holunderblütentee oder Lindenblütentee trinken. Eventuell kann man auch eine Wärmflasche zu den Füßen legen. Der Patient darf sich durch den Wickel nicht beengt fühlen. Durch die Wärmestauung kommt es zu einer kräftigen Mobilisierung der Abwehrkräfte. Nach etwa 1 Stunde tritt der Schweißausbruch ein, der noch etwa 20 Minuten ertragen werden sollte.

Ein schweißtreibender Wickel

Ein schweißtreibender Wickel eignet sich hervorragend bei durch Viren ausgelöste katarrhalische Infekte, aber auch als Zusatzbehandlung, wenn der Arzt Antibiotika verordnet hat.

Der Schweißausbruch führt außerdem zum Sinken des Fiebers. Nach Abnahme des Kurzwickels wird der Patient abfrottiert und kehrt sofort ins warme Bett zurück.

Wenn nach 1/4 Stunde noch kein Wärmegefühl zustande gekommen ist, muss der Wickel abgenommen werden. Wenn man annimmt, dass der Patient durch den kalten Wickel nicht genug Wärme entwickeln kann, verwendet man statt des nassen kalten Wickeltuchs eine warme oder heiße Auflage.

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