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Was tun bei Gelbfieber?

Gelbfieber

Beim Gelbfieber handelt es sich um eine virale Infektionskrankheit, die in einigen Fällen potenziell lebensbedrohlich verläuft. Verbreitet ist die Erkrankung vor allem in tropischen Gebieten Afrikas und Südamerikas, die innerhalb des sogenannten Gelbfiebergürtels liegen. Oft sind´s Bakterien.

Krankheitsursachen und Krankheitsverlauf von Gelbfieber

Hervorgerufen wird Gelbfieber durch eine Infektion mit dem Gelbfieber-Virus. Die Übertragung der Fiebererkrankung erfolgt durch den Stich einer infizierten Gelbfiebermücke; eine Infektionsübertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Nach einer ungefähren Inkubationszeit von bis zu 6 Tagen äußert sich die Virusinfektion meist in Symptomen wie einem kurzen Fieberschub, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und/oder Übelkeit.

Während die Fiebererkrankung bei den meisten Patienten nach einigen Tagen ohne langfristige Schädigungen wieder abklingt, kommt es bei ca. 15 % der Betroffenen zu einer weiteren Krankheitsphase. Letztere ist unter anderem gekennzeichnet durch eine typische Symptomatik, die der Benennung des Gelbfiebers zugrunde liegt: Durch das Gelbfieber-Virus hervorgerufene Leberschädigungen führen zu Gelbsucht und einer damit einhergehenden Gelbfärbung der Haut. In Verbindung mit einer meist deutlich erhöhten Blutungsneigung nimmt die Infektionskrankheit in ihrer zweiten Phase bei ca. 10 – 20 % der Patienten einen tödlichen Verlauf.

Behandlungsmethoden des Gelbfieber

Eine ursächliche Gelbfieberbehandlung ist nicht möglich, sodass sich erfolgende Therapieschritte in der Regel auf die Symptombekämpfung konzentrieren. Eine entsprechende Symptombehandlung wird dabei auf die individuelle Symptomatik eines Patienten abgestimmt. Bei schweren Krankheitsverläufen kann eine stationäre Krankenhausunterbringung mit intensivmedizinischer Überwachung notwendig werden.
Besonders bei Patienten, die sich in der zweiten Phase der Virusinfektion befinden, gilt in der Regel Vorsicht bei der Gabe schmerzlindernder Arzneien: Verschiedene Präparate entfalten eine gerinnungshemmende Wirkung, die eine ohnehin häufig vorliegende Blutungsneigung verstärken kann.

Präventive Maßnahmen:

Aufgrund der eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten von Gelbfieber kommt präventiven Schritten eine große Bedeutung zu. Entsprechende Schritte umfassen beispielsweise das Vermeiden von Mückenstichen in gefährdeten Landstrichen und das Durchführen einer Impfung vor Reisen in tropische Gebiete.
Über wirkungsvolle Methoden zum Vermeiden von Stichen der Gelbfiebermücke können beispielsweise Apotheken und/oder der behandelnde Arzt beraten. Zu den vielfältigen Präventionsangeboten zählen etwa Produkte zum Auftragen auf die Haut oder spezielle Moskitonetze, die vor allem während der Nacht vor der Gelbfiebermücke schützen können.
Die Gelbfieber-Impfung ist eine sogenannte Lebendimpfung; hierbei werden in ihrer Wirkung abgeschwächte Gelbfieber-Viren injiziert, um im Organismus eine Immunität hervorzurufen. Nach erfolgter Impfung tritt der Impfschutz im Schnitt nach ca. 10 Tagen ein; Experten betonen daher die Wichtigkeit, vor Antritt einer Reise in gefährdete Gebiete ein entsprechendes Zeitfenster zu berücksichtigen. Der eingetretene Impfschutz hält beim Menschen meist für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren an.

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