• Warum habe ich Fieber?

Warum habe ich Fieber?

FieberVon Fieber spricht der Arzt, wenn die Temperatur des menschlichen Körpers gegenüber der Normaltemperatur deutlich erhöht ist. Als normale Körpertemperatur (kein Fieber) gelten Werte um die 36,8 Grad Celsius ( +/- 0,4 Grad), allerdings ist die Körpertemperatur nicht konstant, sondern unterliegt auch bei gesunden Menschen im Laufe des Tages Schwankungen, die zum Beispiel durch Müdigkeit (niedrige Temperaturen) oder Arbeit und körperlichen oder emotionalen Stress (höhere Temperaturen) verursacht werden können. Gemessen wird die Körpertemperatur mit einem Fieberthermometer entweder im Ohr oder im Po. Bei Neugeborenen gelten auch Temperaturen von 37,8 Grad Celsius als Fieber. Bei Temperaturen zwischen 37,5 und 38 Grad Celsius spricht man von erhöhter Temperatur. Temperaturen von 39-41 Grad Celsius gelten als hohes Fieber.

Was ist Fieber und woran erkenne ich es?

Die als “Fieber” bezeichnete Erhöhung der Körpertemperatur ist selbst nicht krankhaft, sondern dient der besseren Ausheilung anderer Krankheiten, insbesondere von Infektionen. Die höhere Körpertemperatur kann aber auch aufgrund anderer Ursachen entstehen. So kann sie durch Autoimmunerkrankungen, Gefäßentzündungen oder Tumore verursacht sein sowie durch Arzneimittel oder Hormone. Fieber kann schließlich auch psychische Gründe haben oder erblich bedingt sein. Ein fieberartiger Temperaturanstieg im Körper entsteht, indem der Körper die Abgabe der körpereigenen Wärme über die Haut herabsenkt. Das führt dazu, dass die Haut blass, kalt und trocken wird und der Betroffene das Gefühl hat, zu frieren. Oft gehen diese Symptome mit Schüttelfrost einher. Durch das Kältegefühl wird die Wärmeproduktion weiter erhöht. Durch den weiteren Temperaturanstieg wird die Haut schnell besonders warm, die Wangen scheinen zu “glühen”, und der Puls und die Atmung beschleunigen sich. Beim Abklingen des Fiebers findet der umgekehrte Prozess statt: Die Haut gibt nun wieder verstärkt Wärme ab, sie wird rot und feucht, und der Betroffene empfindet starken Durst. Nach dem Abklingen des Fiebers können Erschöpfung und Appetitlosigkeit noch eine Zeit lang anhalten.

Welche Risiken bestehen bei Fiebersymptomen?

Gefährlich wird es dann, wenn dem Körper keine Gelegenheit gegeben wird, auf die höhere Temperatur und die mit ihr einhergehenden Beeinträchtigungen zu reagieren, zum Beispiel durch Ruhe. Konkreter können Flüssigkeitsmangel sowie Herz- und Kreislaufprobleme (insbesondere auch Thrombosen) und Schwindelanfälle auftreten. Es besteht die Gefahr von Zusammenbrüchen und Stürzen. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es auch zu Krämpfen kommen. Erwachsene sollten dann den Arzt aufsuchen, wenn sie hohes oder sehr hohes Fieber haben, das länger als einen Tag anhält, sowie insbesondere dann, wenn weitere Symptome (wie zum Beispiel Hautausschlag, Benommenheit oder sogar Bewusslosigkeit) hinzukommen. Bei Kindern sollte grundsätzlich schon am ersten Tag der Arzt aufgesucht werden, das heißt sobald die klassischen Fiebersymptome (hohe Temperatur, Schlappheit, Müdigkeit) festgestellt werden. Ein Notarzt sollte sofort benachrichtigt werden, wenn das Kind zusätzlich unter Bauchweh, Durchfall, Erbrechen, Kopfweh oder Atemnot leidet.

Fieber ist eine Kettenreaktion des Körpers

Die Körpertemperatur wird im Gehirn, im Hypothalamus, der Regelzentrale, im Zusammenwirken mit der Hypophyse (Hirnanhangdrüse, die die Drüsen mit innerer Sekretion steuert) reguliert. Auch wenn sich die Umgebungstemeperatur schnell und stark ändert, wird die Körpertemperatur durch Wärmeproduktion oder vermehrte Wärmeabgabe, in engsten Grenzen gleich bleibend gehalten. Fieber ist eine Kettenreaktion des Körpers, die durch bestimmte Viren, Bakterien, Würmer und Pilze, also Erreger und auch durch Toxine mit entsprechenden Vorgängen im Abwehrsystem ausgelöst wird. Vereinfacht dargestellt läuft der Vorgang so ab: Bestimmte Zellbestandteile, so genannte Pyrogene, werden in die Blutbahn ausgeschwemmt, diese bewirken die Abgabe hormonähnlicher Stoffe, die zu den Prostaglandinen zählen. Sie verstellen nun die “Temperaturregler” im Gehirn, die peripheren Blutgefäße werden bei Kälteeinwirkung enger gestellt (Drosselung der Wärmeabgabe), die chemische Wärmeproduktion wird angeheizt – die Temperatur steigt. Dasselbe können unter Umständen auch weiße Blutkörperchen oder auch Tumorzellen bewirken. Bei Allergien und Rheuma kann es ebenfalls zur Bildung von Pyrogenen kommen. Wenn wir Aspirin zur Fiebersenkung nehmen, erfolgt die Fiebersenkung dadruch, dass Aspirin die Prostaglandine hemmt. Die Überlebensgrenzen der Körpertemperatur betragen nach unten 27 °C und nach oben 42 °C (rektal gemessen). Darunter und darüber besteht Lebensgefahr und es muss mit bleibenden Schäden gerechnet werden. Der Temperaturbereich, in dem der Körper die Temperatur selbst regulieren kann (z.B. als Reaktion auf eine medikamentöse oder naturheilkundliche medikamentöse Kälte- oder Wärmetherapie), liegt zwischen 33 und 40,5 Grad C; darunter und darüber geht eine Regulierung nur durch Hilfe von außen (Aufwärmen und Abkühlen).

Fieber was macht der Arzt?

Die Fiebertherapie richtet sich nach der jeweiligen Fieberursache. Ganz allgemein gilt, dass bei hohen Temperaturen oft Mittel wie Paracetamol oder Entzündungshemmer eingesetzt werden. Bei Infektionen werden Antibiotika verschrieben, insbesondere dann, wenn ein Mangel an weißen Blutkörperchen festgestellt wird. Als Hausmittel sind zur schnellen Temperatursenkung auch kühlende Wickel an den Unterschenkeln beliebt. Allerdings sollte auf sie verzichtet werden, wenn der Patient friert. Generell sollten Fieberpatienten ruhen und viel trinken.

Wann ist es erhöhte Körpertemperatur?

Fieber: Mit erhöhter Temperatur bekämpft unser Körper nicht nur Infektionen, er wehr sich so auch gegen anderen Krankheiten. Es ist deshalb nicht immer sinnvoll, Fieber künstlich zu senken. Ja, auch Goldfische haben Fieber. Dann steigt deren Körpertemperatur, die sonst im Durchschnitt 27,9 Grad Celsius beträgt auf über 32 Grad. Fiebert eine Mensch, geht es von normalen 37 Grad auf bis zu 42 Grad. Der Körper wehrt sich so gegen Bakterien oder Viren. Doch Fieber kann auch das Begleitsymptom einer ernsthaften Erkrankung wie Krebs sein. In den meisten Fällen signalisiert es allerdings, dass der Körper gegen einen Infekt ankämpft. Es sollte deshalb erst gesenkt werden, wenn das Thermometer zu hohe Werte anzeigt. “Ab 39,5 Grad ist das der Fall“, sagt Dr. Beate Grahl, Hausärztin in Kleinmachnow bei Berlin. “Höhere Temperaturen können den Kreislauf belasten, und auch der Flüssigkeitsverlust kann dem Körper sehr zusetzen.” Unterhalb dieser Marke rät die Medizinerin Grahl aber davon ab, sie mit Tabletten zu senken. Denn auch wenn man sich matt fühlt, hilft das Fieber dem Körper, die Erreger der Infektion zu bekämpfen. Vergeht hohes Fieber (über 39 Grad) nicht, sollte man spätestens am dritten Tag zum Arzt gehen; chronisch Kranke, Kleinkinder und Schwangere so schnell wie möglich. Oft empfehlen Mediziner dann fiebersenkende Mittel. Damit wird lediglich das Symptom behandelt. “Ziel ist es aber, die Ursache zu finden und zu therapieren”, sagt Dr. Grahl. Während einer Grippewelle wird bei plötzlichem hohen Fieber der erste Verdacht auf eine Virusinfektion fallen. Diese ist normalerweise in vier bis sieben Tagen auskuriert. Kam eine Patient vor Kurzem von einer Fernreise zurück, kann das Fieber auch auf Malaria hindeuten.

Erhöhte Temperatur – Ursache unbekannt

Manchmal hält die erhöhte Temperatur über Wochen an, oder es kommt zu ungewöhnlichen schubartigen Verläufen. Findet der Arzt dann keine Erklärung dafür, sprechen Mediziner vom “fever of unknown origin” (FUO), dem Fieber unbekannter Ursache. Je nach Vorgeschichte des Patienten werden dann spezielle Tests gemacht, zum Beispiel eine Computer- oder eine Kernspintomographie, Dick- und Dünndarmspiegelungen oder spezielle Laboruntersuchungen. “Bei einem Drittel der ansonsten gesunden Patienten mit FUO wird eine Infektion gefunden”, sagt Grahl. “Beim zweiten Drittel eine rheumatische oder andere Autoimmunerkrankung, bei letzten Drittel Krebs.”

Kommt ein Kunde mit “normalem” Fieber, das nicht zu hoch ist und erst kurz andauert, und hat er keine anderen Erkrankungen, rät der Apotheker Schneider aus Berlin ihm zunächst zu Ruhe, viel Schlaf und Tee. “Zubereitungen mit Holunder- und Lindenblüten wirken schweißtreibend und temperaturregulierend.” Sinnvoll sind auch kühle Wickel: ein Tuch mit lauwarmem Wasser tränken, auswringen, um die Waden legen und nach 15 Minuten abnehmen. Die Prozedur sollte max. einmal stündlich durchgeführt werden – aber nie bei kalten Füßen oder Durchblutungsstörungen.

“Steigt die Temperatur zu hoch, sind Fiebersenker mit Paracetamol oder Ibuprofen zu empfehlen”, so Schneider. “Sie können aber Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hervorrufen.” Apotheker klären daher ab, welcher Arzneimittel der Patient zusätzlich einnimmt. Von erhöhte Körpertemperatur spricht man ab 38 Grad Celsius. Die erhöhte Körpertemperatur gehört zu den wichtigsten Abwehrmechanismen des Körpers und sollte deshalb in der Regel erst bei einer Körpertemperatur über 39 Grad gesenkt werden. Dazu eignen sich neben Wadenwickeln Medikamente wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure, die bei chronisch kranken, gebrechlichen Personen frühzeitig eingesetzt werden sollten.

Hausmittel gegen Fieber:

  • Bettruhe – der Körper braucht Ruhe, im die Erkrankung auszukurieren.
  • Viel trinken – am besten zimmerwarme Getränke, nichts Eiskaltes, um die geschwitzte Hitze zu ersetzen.
  • Kalte Waschlappen auf die Stiern legen – damit der Kopf nicht überhitzt.
  • Wadenwickel machen – dazu jedes Bein mit einem feuchten, kühlen Tuch locker darüberwickeln und im Bett bleiben. Nach 10 bis 15 Minuten hat sich das kühle Tuch erwärmt und kann erneuert werden – bis zu sechsmal wiederholen. Zwischendurch schlafen.
  • Bei plötzlich ansteigendem Fieber oder wenn die Temperatur 40 Grad Celsius und mehr erreicht hat – den Arzt rufen.

Mehr und ausführlichere Informationen zu Hausmittel gegen Fieber finden Sie hier…

Fieber aktiviert Abwehrmechanismen des Körpers und ist deshalb keine Erkrankung, sondern eine Abwehrreaktion. Etwa ab 38 °C Körpertemeperatur wird die Vermehrung von Vieren gehemmt. Häufig geht Fieber mit Gelenk-, Muskel- und Kopfschmerzen einher. Der schnelle Temperaturanstieg führt zu Schüttelfrost.

Bei länger andauerndem Fieber empfiehlt es sich auch mal die Blutwerte, also Laborwerte anzuschauen!

Weiterführender Link zu unserer Blutwerte und Laborwerte Seiten:

Wie entsteht Fieber

Diagnostig: Wie Sie die Temperatur richtig messen und wann ein Besuch beim Arzt unvermeidlich ist. Steigt bei einem Infekt die Körpertemperatur, ist das ein Zeichen, dass der Organismus sich gegen Krankheitserreger wehrt. Meist sind es harmlose Infekte, die das Immunsystem veranlassen, die Temperatur hochzufahren. Die Abwehr läuft dann effektiver ab, der Körper kommt besser mit den Eindringlingen zurecht.

Fieber nicht immer unterdrücken

Fieber ist also ein normaler und erwünschter Prozess, der nicht in jedem Fall künstlich unterdrückt werden sollte. “Bei einem Erkältungsinfekt können sich ansonsten gesunde Menschen selbst auskurieren, solange das Fieber bei unter 39 Grad Celsius liegt”, sagt Dr. Claudia Brecht, Hausärztin in Hessen. Fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können dazu beitragen, sich wohler zu fühlen. Hilfreich sind auch nicht zu kalte Wadenwickel. Steigt das Fieber allerdings auf Werte von mehr als 39 Grad oder kommen Symptome wie starker Husten oder unklare Bauchbeschwerden hinzu, ist das ein Grund für einen Arztbesuch. “Vielleicht steckt dann eine Lungenentzündung dahinter, die mit Antibiotika behandelt werden muss”, warnt Brecht.

Keine Sauna bei Fieber!

Auch Patienten mit Vorerkrankungen wie Krebs oder Rheuma sollten bereits bei leichtem Fieber den Arzt aufsuchen. Auf Arbeit, Sport und Saunagänge verzichtet ein Fieberpatient besser. Eine wichtige Rolle spielt die regelmäßige Kontrolle der Körpertemperatur. Meist ist das Fieber abends höher als morgens. “Die zuverlässigste und genaueste Methode stellt die rektale Messung mit einem Kontaktthermometer dar”, weiß der Apotheker Dr. Wolfgang Kleienschmidt aus Hanau. Dennoch werden Geräte zur Messung im Ohr oder an der Stirn zunehmend beliebter. Bedienungsfehler verursachen aber oft falsche Werte. Umso wichtiger ist es, sich die Anwendung der Geräte vom Apotheker erklären zu lassen.

Weiterführender Link zu unserer Sauna Seite:

Fieberthermometer: Wie messe ich bei meinem Baby am besten Fieber?

Fieberthermometer

links: Ohrthermometer, mitte: Kontaktthermometer, rechts: Stirnthermometer

Ohrthermometer

Die Ohrthermometer messen die Temperatur des Trommelfells. Dazu zieht man das Ohr leicht nach hinten oben, damit der Gehörgang gerade liegt. Die Werte können bis zu 0,3 Grad zu niedrig sein. Ohrenschmalz verfälscht das Ergebnis.

Kontaktthermometer

Die digitalen Geräte sind preisgünstig und messen sehr genau. Mit ihnen kann der Patient die Körpertemperatur rektal ermitteln oder oral in den Wärmetaschen unter der Zunge. Dort sind die Werte aber bis zu 0,3 Grad niedriger.

Stirnthermometer

Die Geräte erfassen mittels Infrarotsensor innerhalb weniger Sekunden die Temperatur an den Schläfen oder der Stirn. Nachteil: Die Messergebnisse sind bei vielen Geräten relativ ungenau und liegen bis zu 0,5 Grad zu niedrig.

Fieberkrampf

Fieberkrämpfe sind die häufigsten Krämpfe bei Kindern. Meist ist der ganze Körper betroffen. Die Kinder können zudem blau oder blass werden, die Atmung ist oft gepresst. Diese Krämpfe haben mit einer Epilepsie nichts zu tun und hinterlassen keine Schäden. Meist ist ein harmloser Infekt der oberen Luftwege die Ursache. Die Krämpfe treten bei rasch ansteigender Temperatur auf, insbesondere wenn die Körpertemperatur 39 °C überschreitet. Am häufigsten betroffen sind Kinder um den 14. bis 18. Lebensmonat. Vor dem neunten Lebensmonat und nach dem fünften Lebensjahr sind diese Krämpfe selten. Insgesamt haben rund 4% aller Kinder einmal einen solchen Krampf, fast die Hälfte von diesen dann aber durchaus mehrere. Was tun? Auch wenn solche Krämpfe grundsätzlich eher harmlos sind, muss immer umgehend ein Arzt bzw. eine Kinderklinik aufgesucht werden. Bei jedem dieser Krämpfe muss eine ernste Erkrankung anderer Art mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Weiterlesen über Fieberkrampf…

Fieber Hausmittel

Whiskey bei Fieber? Um bei Fieber nachts kräftig auszuschwitzen, schwören die Iren auf heißen Whiskey. Dazu einen Schuss Whiskey in ein Glas geben, mit heißem Wasser aufgießen, 1TL Zucker und eine Scheibe Zitrone dazu. Mehr über Hausmittel bei Fieber…

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